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Eine Räthſelfrage. 163
„Aber es iſt meine Heimath! Was könnte ich ſonſt Hei⸗ math nennen? Warun ſollte ich das je einen einzigen Augen⸗ blick vergeſſen?“
„Das thun Sie auch nie, liebe kleine Dorrit; Sie zeigen es durch Ihre gute und treue Fürſorge.“
„Ich hoffe, daß ich es nicht vergeſſe, o ich hoffe es! Aber es iſt beſſer für mich, dort zu bleiben, viel beſſer, viel pflicht⸗ getreuer, viel glücklicher. Bitte, gehen Sie nicht mit mir, laſſen Sie mich allein gehen. Leben Sie wohl. Gott ſegne Sie. Ich danke Ihnen, ich danke Ihnen.“
Er empfand, daß es beſſer ſei, ihre Bitte zu achten, und bewegte ſich nicht weiter, während ihre ſchmächtige Geſtalt ſich raſch von ihm entfernte. Als ſie ihm aus dem Geſichte gekommen war, kehrte er ſein Geſicht dem Waſſer zu und ſtand in Gedanken verſunken.
Sie würde unter allen Umſtänden unglücklich geweſen ſein über die Entdeckung der Briefe; aber würde ſie es ſo ſehr geweſen ſein und in dieſer unaufhaltſamen Weiſe?
Nein.
Als ſie ihren Vater in ſeiner fadenſcheinigen Verhüllung hatte betteln ſehen, als ſie ihn gebeten hatte, ihrem Vater kein Geld zu geben, war ſie betrübt geweſen, aber nicht ſo wie jetzt. Ein Etwas hatte ihr Gefühl gerade jetzt ſchärfer und bitterer gemacht. Nun, war da irgend ein Jemand in der hoffnungsloſen, unerreichbaren Ferne? Oder war dieſer Ver⸗ dacht in ſeine Seele gebracht worden durch die Beziehung, in die ſeine Gedanken den wild unter der Brücke hinfluthenden 11*


