Teil eines Werkes 
3. Th. (1856)
Entstehung
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162 Zweiundzwanzigſtes Kapitel.

plötzlich:Ich denke, ich thäte beſſer, zu gehen. Ich thäte beſſer, heim zu gehen.

Betrüben Sie ſich nicht, ſagte Clennam.Ich habe die Briefe beantwortet. Es war nichts darin. Sie wiſſen, was darin war. Es war nichts darin.

Aber ich fürchte mich, ihn zu verlaſſen, erwiderte ſie. Ich fürchte, einen von ihnen zu verlaſſen. Wenn ich fort bin, machen ſie mir freilich ohne es zu beabſichtigen ſelbſt Maggy irre.

Es war ein ſehr unſchuldiger Auftrag, den ſie übernahm, das arme Ding. Und indem ſie ihn vor Ihnen geheim hielt, glaubte ſie ohne Zweifel, daß ſie Ihnen Unruhe erſparte.

Ja, das hoffe ich, das hoffe ich. Aber ich thäte beſſer, heim zu gehen. Es war erſt neulich, daß meine Schwe⸗ ſter mir ſagte, ich habe mich ſo an das Gefängniß gewöhnt, daß ich ſeinen Ton und Charakter angenommen hätte. Es muß ſo ſein. Wahrhaftig, es muß ſo ſein, wenn ich dieſe Dinge ſehe. Mein Platz iſt dort. Es iſt am beſten, wenn ich dort bin. Es iſt gefühllos von mir, hier zu ſein, wenn ich dort auch nur das Geringſte thun kann. Leben Sie wohl. Ich thäte viel beſſer, zu Hauſe zu bleiben.

Die angſtvolle Weiſe, in welcher ſie dieſe Worte ausſprach, als ob ſie von ſelbſt aus ihrem gepreßten Herzen quöllen, machte es Clennam ſchwer, ſich der Thränen zu enthalten, als er ſie ſah und hörte.

Nennen Sie es nicht zu Hauſe, mein Kind,bater.Es iſt mir ſtets ſchmerzlich, zu hören, wie Sie es zu Hauſe nennen.