Teil eines Werkes 
3. Th. (1856)
Entstehung
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Zweiundzwanzigſtes Kapitel.

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dahin gingen, daß ich Ihnen die Briefe geben könnte.

Wir wollen's nicht ſo genau damit nehmen, Maggy. Gib mir ſie hier, ſagte Clennam mit leiſer Stimme.

Gut denn, kommen Sie mit über die Straße, ant⸗ wortete Maggy mit einem ſehr lauten Geflüſter.Mütter⸗ chen ſollte nichts davon erfahren und ſie würde auch nichts nicht erfahren haben, wenn Sie nur da und dahin gegan⸗ gen wären, ſtatt ſich hier aufzuhalten und herumzutreiben. Es iſt nicht meine Schuld. Ich muß thun, was ſie mir hei⸗ ßen. Sie ſollten ſich vor ſich ſelber ſchämen, daß ſie mir ſo was heißen.

Clennam ging auf die andere Seite hinüber und öffnete haſtig die Briefe. Der von dem Vater beſagte, daß er, ſich höchſt unerwartet in der ihm neuen Lage ſehend, daß eine Rimeſſe von der City, auf welche er zuverſichtlich gerechnet, ihm ausgeblieben ſei, die Feder ergreife, da er durch den un⸗ glücklichen Umſtand ſeiner Einkerkerung während dreiund⸗ zwanzig Jahren(dies doppelt unterſtrichen) verhindert ſei, ſelbſt zu kommen, was er ſonſt ſicherlich gethan haben würde die Feder ergreife, um Mr. Clennam zu bitten, ihm auf den Schuldſchein, welchen er ſich beizuſchließen erlaube, die

Summe von drei Pfund zehn Schilling vorzuſchießen. Der von dem Sohne ſagte, daß Mr. Clennam, wie er wiſſe, mit Befriedigung hören würde, daß er endlich eine dauernde Be⸗ ſchäftigung von höchſt zufriedenſtellender Natur erlangt habe, die alle Ausſicht auf den vollſtändigſten Erfolg im Leben ge⸗ währe, aber daß das zeitweilige Vermögen ſeines Prinzipals