Eine Räthſelfrage. 159
daß ſie ſie nicht eher erkannt hatte, als bis ſie ſich nach ihr umkehrten. Sie war jetzt plötzlich ſo im Gewiſſen getroffen, Daß ſelbſt der Korb an der Veränderung theilnahm.
„Maggy, Du verſprachſt mir ja beim Vater zu blei⸗ ben.“
„Das wollte ich auch, Mütterchen, aber er wollte nicht. Wenn es ihm einfällt, mich wegzuſchicken, ſo muß ich ge⸗ hen. Wenn es ihm einfällt, mir zu ſagen: Maggy, du läufſt raſch fort und zurück mit dieſem Briefe, und du ſollſt 'nen Sixpence haben, wenn die Antwort'ne gute iſt, ſo muß ich ihn nehmen. Lieber Gott, Mütterchen, was ſoll ſo'n armes Ding von zehn Jahren machen? Und wenn Mr. Tip— wenn er gerade'reinkommt wie ich'nausgehe— und wenn er ſagt: Wo willſt du hin, Maggy? und wenn ich ſage: Ich gehe da und dahin, und wenn er ſagt: Ich will's doch auch verſuchen, und wenn er in den Georg geht und'nen Brief ſchreibt und wenn er mir ihn gibt und ſagt: Nimm den auch nach derſelben Stelle mit, und wenn die Antwort eine gute iſt, ſo will ich Dir'nen Schilling ge⸗ ben, ſo iſt es nicht meine Schuld, Mutter.“
Arthur las in Klein Dorrit's niedergeſchlagenen Augen, daß ſie vorausſah, an wen die Briefe gerichtet waren.
„Ich gehe da und dahin. Da! Da ſtehts, wo ich hin⸗ gehe,“ ſagte Maggy.„Ich gehe da und dahin. Du biſt's nicht, Mütterchen, die mit den Briefen was zu thun hat— wiſſen Sie, Sie ſind's,“ ſagte Maggy, ſich an Arthur wen⸗ dend.„Sie thäten am Beſten, wenn Sie mit mir da und


