Teil eines Werkes 
3. Th. (1856)
Entstehung
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Wie man ſich in Geſellſchaft bewegt. 129

Klein Dorrit nickte wieder Ja, aber ihr Geſicht war hei⸗ terer als ihr Herz.

„Namentlich da wir wiſſen,“ ſagte Fanny,„daß aller⸗ dings an dem Orte, an dem Du mit ſolcher Treue gehalten haſt, ein Ton herrſcht, welcher zu ihm gehört und welcher ihm allerdings ein Aeußeres gibt, das verſchieden iſt von dem Aeußern anderer Orte, wo die Geſellſchaft ſich bewegt. So gib mir noch einen Kuß, liebe Amy, und wir wollen uns dahin vergleichen, daß wir beide Recht haben, und daß Du ein ruhiges, häusliches, die Heimath liebendes, gutes Mädchen biſt.“

Die Clarionette hatte während dieſes Zwiegeſprächs ſich in höchſt pathetiſche Klagetöne ergoſſen, wurde aber jetzt plötzlich unterbrochen, indem Fanny anzeigte, daß es Zeit ſei zu gehen; eine Anzeige, die ſie ihrem Oheim dadurch machte, daß ſie ihm ſein Notenbuch zuſchlug und ihm die Clarionette aus dem Munde zog.

Klein Dorrit ſchied von ihnen an der Thür und eilte zurück nach dem Marſhalſea. Es wurde e durt e eher dunkel als anderwärts, und dieſen Abend in daſſelbe hineingehen war, als ob man in einen tiefen Graben ginge. Der Schat⸗ ten der Mauer war auf jedem Gegenſtande. Nicht am We⸗ nigſten war er auf der Geſtalt in dem alten grauen Rocke und dem ſchwarzen Sammetkäppchen, als ſie ſich, wie ſie

die Thür des dämmerigen Zimmers öffnete, nach ihr um⸗ kehrte.

„Warum nicht auch auf mir!“ dachte Klein Dorrit, in⸗ Klein Dorrit. III. 9