Klein Dorrits Abendgeſellſchaft. 159
ſchichte zu erzählen. Ich überlegte mir, ob ich dürfte— ich meine, ob Sie es wol gern ſehen würden, wenn ich ſie ihr erzählte. Ich fragte mich,“ ſagte Klein Dorrit, indem ſie mit bittender Miene zu ihm außblickte und allmälig die Augen ſinken ließ, als er ſie anſah,„ob Sie mir nicht einen Rath in Betreff meines Verfahrens geben würden.“
„Klein Dorrit,“ ſagte Clennam und dieſer Ausdruck hatte je nach der verſchiedenen Betonung und Stellung, in welcher er gebraucht wurde bereits zwiſchen dieſen Bei⸗ den hunderterlei freundliche Ausdrücke zu vertreten begon⸗ nen,„thun Sie gar nichts. Ich will mit meiner alten Freundin, Mrs. Affery, darüber ſprechen. Thun Sie nichts, ausgenommen, daß Sie ſich mit den Mitteln erfriſchen, die hier zur Stelle ſind. Ich bitte Sie recht ſehr, das zu thun.“
„Dank Ihnen, ich bin nicht hungrig. Auch nicht dur⸗ ſtig,“ ſagte Klein Dorrit, als er ihr leiſe ihr Glas hinſchob. „Ich glaube aber, Maggy würde vielleicht gern etwas haben.“
„Wir werden ihr bald die Taſchen mit Allem füllen, was hier iſt,“ ſagte Clennam.„Aber ehe wir ſie wecken, wäre noch ein Drittes zu ſagen.“
„Ja. Aber Sie werden es nicht übel nehmen, Sir?“
„Ich verſpreche es ohne Rückhalt.“
„Es wird ſonderbar klingen. Ich weiß kaum, wie ich es ſagen ſoll. Halten Sie es nicht für unverſtändig oder


