Mütterchen. 13
ſie ein majeſtätiſches Hotel war, und daß ſie ſeinen Ruf hoch⸗ ſchätzte.
„Ich glaube, es iſt ſehr koſtſpielig dort,“ ſagte Klein Dorrit,„aber mein Vater hat mir erzählt, daß man wunder⸗ ſchöne Diners dort bekommen kann. Auch Wein,“ fügte ſie ſchüchtern hinzu.
„Waren Sie je dort?“
„Oh nein! Nur in der Küche, um heißes Waſſer zu holen.“
Denke man ſich, daß jemand mit einer Art von Ehrfurcht vor den Herrlichkeiten dieſes ſtolzen Etabliſſements, des Mar⸗ ſhalſea⸗Hotels, aufwuchs!
„Ich fragte Sie geſtern Abend,“ ſagte Clennam,„wie Sie die Bekanntſchaft meiner Mutter gemacht hätten. Hörten Sie je ihren Namen, ehe ſie nach Ihnen ſchickte?“
„Nein, Sir.“
„Glauben Sie, daß Ihr Vater ihn jemals gehört hat?“
„Nein, Sir.“
Er begegnete ihren Augen, die ſie nach den ſeinen mit ſo viel Verwunderung aufhob, ſſie erſchrak, als dieſe Begeg⸗ nung ſtattfand und ſchlug ſie raſch wieder nieder) daß er es für nothwendig hielt, zu ſagen:
„Ich habe eine Urſache, ſo zu fragen, welche ich nicht wohl auseinanderſetzen kann. Aber Sie dürfen durchaus nicht glauben, daß ſie von einer Natur iſt, welche Ihnen auch nur im Mindeſten Angſt oder Schreck verurſachen kann. Ganz das Gegentheil. Und Sie glauben alſo, daß Ihrem Vater zu


