Neuntes Kapitel.
als emporgeſtiegen über die Atmoſphäre des Gefängniſſes, ſondern als ein Zubehör desſelben betrachteten, als ungefähr das, was ſie zu erwarten berechtigt waren und weiter nichts.
Ihr Oheim machte ſich wieder an ſein Frühſtück und ver⸗ ſpeiſte ſchmatzend in Kaffee eingeweichte Roſtſchnittchen, ohne auf ſeinen Gaſt zu achten. Da klang die Glocke. Das wäre Amy, ſagte er und ging hinunter, ſie herein zu laſſen. Sein Beſuch aber behielt ein lebendiges Bild ſeiner beſudelten Hände, ſeines ſchmutzbedeckten Geſichts und ſeiner verwitterten Geſtalt im Gedächtniß, wie wenn er noch in ſeinem Stuhl gebückt ſäße.
Sie kam hinter ihm herauf in ihrem gewöhnlichen ein⸗ fachen Kleide und mit der gewöhnlichen ſchüchternen Geberde. Ihre Lippen hielt ſie ein wenig geöffnet, wie wenn ihr it ſchneller als gewöhnlich ſchlüge.
„Mr. Clennam hat Dich ſeit einiger Zeit erwartet, Na. ſagte ihr Oheim.
„Ich nahm mir die Freiheit, Ihnen eine Botſchaft zukom⸗ men zu laſſen.“
„Ich habe die Botſchaft erhalten, Sir.“
„Gehen Sie heute Morgen zu meiner Mutter? Ich glaube nicht, denn Ihre gewöhnliche Stunde iſt vorüber.“
„Heute nicht, Sir, man braucht mich heute nicht.“
„Wollen Sie mir geſtatten, ein Stückchen mit Ihnen zu
gehen, wohin Sie etwa Ihr Weg führt? Ich kann dann im Gehen mit Ihnen ſprechen, und einestheils werden Sie hier
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