Teil eines Werkes 
1. Th. (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Hinter Schloß und Riegel. 161

Herz, ſetze dein Gericht auf. Mr. Clennam wird die primiti⸗ ven Gewohnheiten entſchuldigen, auf die wir hier reducirt ſind. Iſt es ein Compliment, wenn ich Sie frage, ob Sie mir die Ehre anthun wollen, Sir,

Danke, erwiderte Arthur,nicht einen Biſſen.

Er war ganz verſunken in Verwunderung über die Weiſe des Mannes und daß die Wahrſcheinlichkeit, daß ſeine Toch⸗ ter über ihre Familiengeſchichte Zurückhaltung beobachtet habe, ſeinen Gedanken ſo fern liegen ſollte.

Sie füllte ſein Glas, ſtellte alle die verſchiedenen Kleinig⸗ keiten ihm zur Hand auf den Tiſch und ſetzte ſich dann neben ihn, während er ſein Abendeſſen verzehrte. Augenſcheinlich um ihre abendliche Sitte zu beobachten, legte ſie etwas Brod vor ſich und benetzte ihre Lippen mit ſeinem Glaſe; aber Ar⸗ thur ſah, daß ſie bekümmert war und nichts zu ſich nahm. Ihr Blick auf ihren Vater, ihn halb bewundernd und ſtolz auf ihn, halb über ihn beſchämt, aber durchaus Hingebung und Liebe, drang ihm bis in's Innerſte ſeines Herzens.

Der Vater des Marſhalſea benahm ſich gegen ſeinen Bru⸗ der herablaſſend wie gegen ein liebenswürdigen, wohlmeinen⸗ den Mann, einen beſcheidenen Charakter, der nicht zu Auszeich⸗ nungen gelangt war.Frederick, ſagte er,Du und Fanny eßt, wie ich weiß, heute Abend in Eurer Wohnung. Was haſt Du mit Fanny angegeben, Frederick?

Sie geht mit Tip ſpazieren.

Tip iſt wie Sie vielleicht wiſſen, Mr. Clennam mein Sohn. Er iſt ein wenig ausgelaſſen und ohne rechtes