Teil eines Werkes 
1. Th. (1856)
Entstehung
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Sonne und Schatten. 17

Es war keine große Gabe; denn es war entſetzlich wenig Wein darin geblieben. Aber Signor Cavaletto nahm, in⸗ dem er auf die Füße ſprang, die Flaſche dankbar an, goß den Inhalt in den Mund und leckte ſich ſchnalzend die Lippen..

„Stelle die Flaſche zu den übrigen hin,“ ſagte Rigaud.

Der kleine Mann gehorchte ſeinem Befehle und ſtand bereit, ihm ein angezündetes Schwefelholz zu reichen; denn jener rollte ſich ſeinen Tabak in Cigaretten, indem er ſich dabei kleiner viereckiger Papierſtreifen bediente, die mit ihm hereingekommen waren.

„Hier! Da iſt eine für Dich.“

„Tauſend Dank, mein gutes Herrchen!“ Johann Bap⸗ tiſt ſagte es in ſeiner Mutterſprache und in der raſchen ge⸗ winnenden Weiſe ſeiner Landsleute.

Monſieur Rigaud erhob ſich, zündete ſich eine Cigarre an, ſteckte den Reſt ſeines Vorraths in eine Bruſttaſche und ſtreckte ſich ſeiner vollen Länge nach auf die Bank. Cava⸗ letto ſetzte ſich auf den Steinboden, faßte mit jeder Hand einen ſeiner Knöchel an und ſchmauchte friedlich vor ſich hin. Die unmittelbare Nachbarſchaft von dem Theile des Steinpflaſters, wo der Daumen auf dem Plane geweſen war, ſchien auf Monſieur Rigauds Augen eine unbequeme Anziehungskraft auszuüben. Sie wurden ſo ſehr nach die⸗ ſer Richtung hingezogen, daß der Italiener ihnen mit einiger Verwunderung mehr als einmal hin und zurück folgte.“

„Was für ein Höllenloch dies iſt!“ ſagte Monſieur Ri⸗

Klein Dorrit. 2