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Ich verblieb ungefähr fünf Wochen auf der Villa oder in dem Thalhauſe, wie ſie es nannten, in ſteter Angſt wegen des Schickſals meiner Schaluppe. Ich hatte zwei Neger zur Bedienung, von denen der eine mein Proviant⸗ meiſter oder Koch, der andere mein Kammerdiener war. Mein Beſchützer kam jeden Abend heraus, um mich zu beſuchen und mit mir zu Nacht zu ſpeiſen; worauf wir zuſammen nach dem Vogelhauſe gingen, das in ſeiner Art das Schönſte iſt, was ich je in der Welt geſehen habe.
Nachdem ich fünf Wochen in dieſer Einſamkeit zuge⸗ bracht, langten endlich günſtige Nachrichten über das Schickſal der Schaluppe an: nämlich, daß die zwei Fre⸗ gatten und eine Schaluppe ihr nachgejagt hätten, bis ſie in der Nähe des Forts von Penſacola auf den Strand lief; dort ſey ſie durch die Gewalt der Wellen zertrüm⸗ mert worden, während die Mannſchaſt ſich durch ihre Boote rettete. Dieſe Kunde wurde, wie es ſcheint, durch die genannten Fregatten nach Veracruz gebracht, und nun begab ſich mein Freund, um volle Gewißheit einzuziehen, nach der Stadt, wo er von einem der Fregattenkapitäne, Nachricht über alle Einzelnheiten einzog.
Es war mir lieber, zu hören, Schaluppe und Ladung ſeyen verloren und die Mannſchaft ans Land entronnen, als wenn ich hätte entnehmen müſſen, das ganze Carga wäre gerettet, aber die Mannſchaft in die Hände der Spa⸗ nier gefallen; denn jetzt war ich geborgen, während ich, wenn man ſie zu einer Entdeckung hinſichtlich meiner ge⸗ drängt haben würde, hätte fliehen müſſen und wahrſchein⸗ lich nicht ſo leicht entkommen wäre, ſelbſt wenn meine Freunde allem aufboten, was in ihren Kräften ſtand.
Jetzt konnte ich aber vollkommen ruhig ſeyn, und mein Beſchützer, der es nicht länger für nöthig erachtete, mich auf das Thalhaus zu beſchränken, brachte mich öffentlich nach ſeiner Wohnung, indem er mich für einen Kaufmann ausgab, der mit den letzten Gallionen von Altſpanien


