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Oberst Jack : oder Schicksale eines Elternlosen / vom Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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Mit dem Tode unſerer Pflegemutter waren wir ganz in die Welt hinaus geſtoßen. Um das Gute, das uns die Gemeinde erwies, kümmerten wir uns nicht ſonderlich; denn wir trieben uns mit einander umher, und da uns die Leute von Rosmary Lane, Ratcliff und der Umgegend gut kann⸗ ten, ſo wußten wir uns leicht genug Lebensmittel zu ver⸗ ſchaffen, ohne viel betteln zu müſſen.

Beſonders ſtand ich im Rufe eines ungemein höflichen und ehrlichen Knaben; denn wenn man mir einen Auftrag gab, ſo beſorgte ich ihn immer pünktlich und ſchnell, wie ich denn auch, wenn mir etwas anvertraut wurde, nie das mindeſte entwendete, da ich es mir zur Ehrenſache rechnete, in allem, was man mir übertrug, gewiſſenhaft zu Werke zu gehen.

Gleichermaßen vertrauten mir einige der ärmeren Krä⸗ mer oft die Obhut über ihre Buden, wenn ſie zum Mittag⸗ eſſen oder in ein benachbartes Bierhaus gehen wollten, was denn immer gern und freudig von mir übernommen wurde, ohne daß ich dabei der Ehrlichkeit auch nur im min⸗ deſten zu nahe getreten wäre.

Capitän Jack dagegen, ein ſauertöpfiſcher, übelſichtiger, barſcher Junge, zeigte keine Spur von guter Lebensart und umg'änglichem Charakter. Wenn man etwas von ihm ver⸗ langt, e, ſo blieb er bei einem Ja oder Nein, und das war alles; aber keinem Menſchen that er eine Gefälligkeit. Trug man ih.m etwas auf, ſo vergaß er die Hälfte, ging, wenn

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