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Leben und Abenteuer des Capitäns Singleton / von Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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eben unter ihnen behelfen, ſo gut es ging. Wie oben er⸗ wähnt, hatte mein Herr erlaubt, daß ich dem Capitän in ſeinen Angelegenheiten behülflich war. Ich erfuhr ſpäter, daß der Capitän meinem Herrn für meine Dienſte monat⸗ lich einen halben Moidor bewilligte, und daß er meinen Namen in die Schiiffsliſte eingetragen hatte. Ich erwartete daher, daß bei der nächſten Soldauszahlung, die, wie es ſchien, alle vier Monate Statt hatte, von meinem Herrn auch mir etwas abgetreten würde. Ich irrte mich jedoch in meinem Manne; denn etwas der Art fiel ihm nicht entfernt ein. Er hatte mich im Unglück aufgenommen, weßhalb es ihm gut dünkte, mich demgemäß zu halten und mich beſt⸗ möglich auszubeuten. Anfangs glaubte ich freilich, er hätte mir blos aus Menſchenliebe und Mitleid mit meiner kläg⸗ lichen Lage Unterſtützung angedeihen laſſen, und als ich an Bord gebracht wurde, zweifelte ich nicht, daß mir für meine Dienſtleiſtungen auch einiger Lohn würde.

Er dachte jedoch, wie es ſcheint, ganz anders; denn als fich einmal nach einem Löhnungstage einen Bekannten an ihn ſchickte, um mit ihm über die Sache zu ſprechen, gerieth er in furchtbaren Zorn, nannte mich einen engliſchen Hund, einen jungen Ketzer und drohte, mich der Inquiſition zu übergeben. In der That von allen Ehrentiteln, die ſich mit den fünfundzwanzi, Buchſtaben des Alphabets ſchreiben laſſen, verdiente ich den eines Ketzers am allerwenigſten;