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Leben und Abenteuer des Capitäns Singleton / von Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
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Portugal heißt, in dem Rio de Todos los Santos faſt an hundert Tonnen Gut ablieferten und eine beträchtliche Quan⸗ tität Gold nebſt einigen Kiſten Zucker und etliche und achtzig Rollen Tabak, jede mindeſtens zu einem Centner, einnahmen.

Im Auftrage meines Herrn mußte ich an der Küſte die Geſchäfte des Capitäns beſorgen, bei welcher Gelegenheit ich gar eifrig für den Vortheil meines Auftraggebers thätig war, und um ihn für ſein Vertrauen zu belohnen, fand ich Mittel, mir ungefähr zwanzig Moidore*), die von den Kaufleuten für die Rechnung unſeres Schiffes ausbezahlt

Von hier aus hatten wir eine erträglich gute Fahrt nach dem Cap der guten Hoffnung. Mein Herr hielt mich für einen ungemein thätigen und treuen Diener, wovon das erſtere auch richtig, das letztere aber ein ziemlich unver⸗ dientes Lob war. In Folge dieſes argen Irrthums gewann mich auch der Capitän ſo lieb, daß er mich häufig in ſei⸗ nen eigenen Geſchäften verwendete. Für meinen Dienſteifer belohnte er mich auch durch manche Auszeichnungen und gab mich für ſeine eigenen Tafelbedürfniſſe als eine Art von

*) Portugieſiſche Goldmünze.

**) Eine Kunſt, die ich leider nur zu bald von den Portugieſen lernte, was ich hier offen geſtehe, da ich entſchloſſen bin, dem Leſer nicht blos meine Abenteuer, ſondern auch meine Verirrungen zu berichten.