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Und dann gehen ſie rüſtig weiter, denn der alte Herr ſieht am liebſten den Knaben herumlaufen und ſpringen; und wie ſie mit einander ſpazieren gehen, geht die Geſchichte ihrer Liebe von Mund zu Mund und folgt ihnen.
Aber Niemand, außer Florentinen, kennt die Größe der Zuneigung des alten Herrn zu dem Mädchen. Dieſe Geſchichte geht nie von Mund zu Mund. Das Kind ſelbſt wundert ſich über ein gewiſſes geheimnißvolles Weſen, mit dem er ſeine Zu⸗ neigung umgiebt. Er hegt die Kleine hoch und theuer in ſeinem Herzen. Er kann kein trübes Wölkchen auf ihrem Geſicht ſehen. Er kann ſie nicht allein ſitzen ſehen. Er glaubt, ſie fühle ſich vernachläſſigt, auch wenn daran nicht zu denken iſt. Er ſchleicht ſich weg, um ſie im Schlummer zu betrachten. Er hat es gern, wenn ſie des Morgens in ſein Zimmer kommt und ihn weckt. Er liebkoſt ſie am meiſten und am zärtlichſten, wenn Niemand dabei iſt. Das Kind ſagt dann manchmal:
Lieber Großpapa, warum weinſt du, wenn du mich küſſeſt?
Er antwortet darauf weiter nichts, als: Kleine Florentine!
kleine Florentine! und ſtreicht die Locken zurück, die ihre innig ernſten Augen überſchatten.
Druck von Fr. Nies in Leipzig.


