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Der junge Ehemann ſieht zu dem einen Fenſter heraus, die junge Frau zu dem andern; der Capitain hängt an dieſem Kutſchenſchlag, Suſanne hält ſich an dem andern feſt; der Wagen muß weiter fahren, er mag wollen oder nicht, und alle die andern Karren und Wagen werden ungeduldig, weil er nicht vorwärts will— ſo kam es, daß noch nie vier Räder ſo viel Verwirrung fortgetragen haben. Aber Suſanne Nipper hält tapfer auf ihrem Poſten aus. Sie zeigt ihrer Herrin ein frohes Geſicht, und lächelt durch Thränen bis zum letzten Augenblick. Als ſie endlich loslaſſen muß, erſcheint und verſchwindet auch der Capitain ab⸗ wechſelnd an der Thür und ruft: Hurrah, mein Jung'! Hurrah, Herzenswonne! bis er nicht länger mit dem Wagen Schritt halten kann. Wie endlich die Kutſche fort iſt, verfällt Suſanne, zu welcher unterdeſſen wieder der Capitain gekommen iſt, in einen Zuſtand der Bewußtloſigkeit, und wird in einen Bäckerladen getragen.
Onkel Sol und Mr. Toots erwarten geduldig auf dem Kirchhof die Rückkehr Capitain Cuttle's und Suſannens. Da Keiner zu ſprechen oder angeredet zu werden wünſcht, leiſten ſie ſich ganz vortrefflich Geſellſchaft und ſind ganz zufrieden. Als ſie Alle zuſammen nach dem Seecadetten zurückkehren und ſich an den Frühſtückstiſch ſetzen, kann Keiner einen Biſſen anrühren. Capitain Cuttle thut, als ob er außerordentlichen Appetit nach Toaſt hätte, giebt es aber bald als einen Schwindel auf. Mr. Toots ſagt nach dem Frühſtück, er wolle den Abend wiederkommen; und ſtreift den ganzen Tag in der Stadt herum, beläſtigt von einem Gefühl, als ob er 14 Tage lang nicht zu Bett geweſen wäre.


