Teil eines Werkes 
8. Th. (1848)
Entstehung
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Aber ich thue ihm ja nichts, Kind, ſagte die Alte.

Nichts thun? ſagte Rob. Das Thier hat einen Herrn, der es herauskriegt, wenn man es mit einem Strohhalm berührt. Und er blies auf die Stelle, wo die Hand der Alten einen Augenblick gelegen, und ſtreichelte ſie vorſichtig mit dem Finger, als halte er in allem Ernſte für wahr, was er geſagt.

Die Alte folgte dicht hinter Rob, während er, die Zügel in der Hand, die Straße entlang ging, und ſetzte das Geſpräch fort.

Eine gute Stelle, Rob, nicht wahr? ſagte ſie. Ihr ſitzt im Glück, Kind.

O, ſprecht nicht von Glück! ſagte der unglückliche Scheeren⸗ ſchleifer, und blieb ſtehen. Wenn ich euch nie geſehen hätt, oder wenn ihr gehen wolltet, ſo könnte ein Burſche leidlich glücklich ſein. Könnt ihr nicht gehen, Mrs. Brown, und mich in Ruhe laſſen? greinte Rob mit plötzlich erwachtem Trotz. Wenn das Mädchen eure Bekannte iſt, warum nimmt ſie euch nicht mit fort, anſtatt daß ihr euch ſo ſchlecht benehmt!

Was! krächzte die Alte, und drängte ſich mit boshaft grin⸗ ſendem Geſicht dicht an ihn heran. Ihr verleugnet eine alte Freundin! Funfzig Mal ſeid ihr zu mir geſchlichen, und habt ruhig in der Ecke geſchlafen, als ihr kein andres Bett hattet als die Pflaſterſteine, und jetzt ſprecht ihr ſo! Erſt habe ich mit euch gehandelt und geſchachert, und euch durchgeholfen, ihr Davon⸗ läufer, und jetzt ſprecht ihr ſo! Ich könnte morgen früh eine ganze Geſellſchaft alte Bekannte um euch verſammeln, die euch ins Verderben folgen würde, wie euer Schatten, und ihr wollt mir trotzen! Ich gehe. Komm, Alice!