——
Hände gegangen wäre, ich müßte ihn denn vergiften und ihm zurückſchicken können? Still, Mutter, und komm.
Und er iſt ſo reich, murmelte die Alte, und wir ſo arm!
Arm, daß wir ihm nicht das Böſe vergelten können, das er uns zethan hat, entgegnete die Tochter. Wenn er mir ſolchen Reichthum giebt, will ich ihn nehmen aus ſeiner Hand und ihn benutzen. Komm. Es taugt nichts, ſeinem Pferde nachzuſehen. Komm, Nutter!
Aber die Alte, auf welche der Anblick des mit dem Pferde zurückkehrenden Robs eine ganz beſondere Anziehungskraft aus⸗ zuüben ſchien, betrachtete dieſen jungen Mann mit der größten 5 Aufmerkſamkeit. Wie er näher kam, ſchienen alle ihre Zweifel gelöſt zu ſein, denn ſie warf ihrer Tochter einen triumphirenden Blick zu, legte den Finger an die Lippe, trat aus dem Thorweg und legte die Hand auf die Schulter des Vorübergehenden.
1 Ach, wo iſt mein muntrer Rob ſo lange geweſen? ſagte ſie, wie er ſich umdrehte.
Der muntre Rob, deſſen Munterkeit durch dieſen Gruß ſehr raſch zu ſinken ſchien, ſah ſehr erſchrocken aus, und rief mit thränenfeuchten Augen:
Ach, warum könnt ihr einen armen Jungen nicht in Frieden laſſen, Mrs. Brown, wenn er ſich ſein ehrliches Brod erwirbt und ſich gut aufführt? Warum wollt ihr einem armen Jungen ſeinen guten Ruf nehmen, daß ihr ihn auf der Straße anredet,
wenn er ſeines Herrn Pferd nach einem ehrlichen Stalle führt— ein Pferd, das ihr zu Katzenfutter verkauftet, wenn ihr euren Willen hättet! Gott, ich dachte, ihr wäret ſchon lange todt!
4.
—,— 9——


