Teil eines Werkes 
6. Th. (1847)
Entstehung
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Mac Stinger zuruck und beobachtete ſorgfältig durch das Guck⸗ loch, welches er in die Wand gemacht, ſeinen Verbündeten. Rob der Scheerenſchleifer entledigte ſich bei dieſer Probe ſeiner Pflicht ſo vortrefflich, daß der Capitain ihm zu verſchiedenen Zeiten zum Zeichen ſeiner Zufriedenheit ſieben Sechspences ſchenkte und in ſeinem Gemüth allmählich die Entſagung eines Mannes fühlte, der ſich auf das Schlimmſte gefaßt gemacht und jede mögliche Vor⸗ kehrung gegen ſein unerbittliches Schickſal getroffen hat.

Demungeachtet forderte der Capitain das Schickſal nicht dadurch heraus, daß er mehr wagte als früher. Obgleich er es der Forderung des Anſtandes gemäß hielt, als Freund der Fa⸗ milie Mr. Dombey's Trauung beizuwohnen und dieſem Herrn ein freundliches und billigendes Geſicht von der Emporkirche zu zeigen, ſo war er doch in einem ganz zugemachten Cabriolet nach der Kirche gefahren und hätte in ſeiner Scheu vor Mrs. Mac Stinger vielleicht ſelbſt von dieſem Wagniß abgeſtanden, wenn nicht dieſer Dame regelmäßiger Beſuch bei dem ehrwürdigen Mel⸗ chiſedek es ſehr unwahrſcheinlich gemacht hätte, daß ſie mit der anerkannten Kirche in Verbindung ſtand.

Der Capitain gelangte ſicher wieder nach Hauſe und führte ſein neues Leben in gewohntem Geleiſe fort, ohne vom Feinde weiter als durch die täglichen Hüte auf der Straße beunruhigt zu werden. Aber andere Dinge fingen an Capitain Cuttle ſehr zu bedrücken. Von Walters Schiff hatte man immer noch nichts gehört. Vom alten Sol Gills kam keine Nachricht. Florentine wußte nicht einmal etwas von des alten Mannes Verſchwinden und Capitain Cuttle hatte nicht den Muth, es ihr mitzutheilen.