Teil eines Werkes 
5. Th. (1847)
Entstehung
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bey's Hochzeit, und des alten Joe verteufelt gentlemänniſchem Freund Lord Feenix. Couſin Feenix aber, der längſt in Long's Hotel und im Bett ſein ſollte, findet ſich am Spieltiſch wieder, wohin ihn wahrſcheinlich gegen ſeinen Willen ſeine widerſpenſti⸗ gen Beine gebracht hatten.

Wie ein Rieſe erfüllt die Nacht die Kirche, vom Fußboden bis zum Dach, und herrſcht dort während der ſchweigenden Stunden. Die blaſſe Dämmerung lugt wieder zum Fenſter herein und ſieht die Nacht ſich in die Grüfte zurückziehen, und folgt ihr, und ver⸗ jagt ſie, und verſteckt ſich unter den Todten. Die ſchüchternen Mäuſe drängen ſich wieder zuſammen, wenn die Kirchthüre raſſelnd ſich öffnet und Mr. Sownds und Mrs. Miff in Ausübung ihrer täglich wiederkehrenden Pflichten hereintreten. Viele ſtehen da in dreieckigen Hüten und knappen Mützen während der Trauung im Hintergrund; und wieder nimmt dieſer Mann dieſes Weib, und dieſes Weib nimmt dieſen Mann unter der feierlichen Bedingung:

Ihn zu beſitzen und zu behalten von dieſem Tage an, in Glück und Unglück, in Reichthum und Armuth, in Geſundheit und Krankheit, ihn zu lieben und werth zu halten, bis der Tod ſie trennt.

Dieſelben Worte, welche Mr. Carker mit grinſendem Munde vor ſich hin ſagt, wie er langſam und vorſichtig den Weg aus⸗ ſuchend in die Stadt reitet.

Schuellpreſſendruck von Fr. Nies in Leipzig