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Die Rede wurde mit großem Beifall aufgenommen und Mr. Dombey bedankte ſich für ſich und Mrs. Dombey. J. B. trank kurz darauf Mrs. Skewton's Wohl. Darauf wurde es ſtiller beim Frühſtück, die verletzten Wappen ſind gerächt, und Edith ſteht auf, um ihre Reiſekleider anzulegen.
Die Dienerſchaft hatte unterdeſſen unten gefrühſtückt. Champagner war bei ihnen ſo gemein, daß er gar nicht mehr der Erwähnung werth war, und gebratenes Geflügel, Paſteten und Hummerſalat ſind alltägliche Dinge. Der ſehr ſchlanke Jüngling iſt wieder bei beſſerer Laune und ſpricht wieder von„Aufreißung.“ Seines Kameraden Auge wetteifert mit ſei⸗ nem und auch er ſtarrt die Umgebung an, ohne die einzelnen Ge⸗ genſtände recht zu erkennen. Auf den Geſichtern der Damen herrſcht eine allgemeine Röthe, hauptſächlich auf dem Antlitz der Mrs. Perch, die außerordentlich heiter und glücklich und über die Sorgen des Lebens ſo erhaben war, daß, wenn ſie in dieſem Au⸗ genblick Jemand nach dem Weg nach Balls Pond, wo ihre Sor⸗ gen wohnten, gefragt hätte, ſie ſich nicht ohne einige Schwierigkeit auf den Weg hätte beſinnen können. Mr. Towlinſon hatte das glückliche Ehepaar betoaſtet; der weißköpfige Tafeldecker antwortet mit Gewandtheit und Rührung darauf, denn er iſt ſchon halb überzeugt, er ſei wirklich ein altes Erbſtück des Hauſes, und ſei ver⸗ pflichtet, bei derartigen Schickſalswechſeln gerührt zu ſein. Die ganze Geſellſchaft und hauptſächlich die Damen ſind ſehr luſtig. Mr. Dombey's Köchin, gewöhnlich die leitende Perſon des kleinen Kreiſes, meint, es ſei unmöglich, für den Abend ruhig zu Hauſe
zu bleiben, und ob ſie nicht Alle zuſammen ins Theater gehen Boz. Dombey u. Sohn, V. 10


