Fuͤnfundzwanzigſtes Kapitel.
Seltſame Nachrichten von Onkel Sol.
Capitain Cuttle, obgleich kein Langſchläfer, ſtand nicht beſonders zeitig auf am Morgen nach dem Tage, wo er durch das Laden⸗ fenſter den alten Sol Gills hatte im Hinterſtübchen ſchreiben ſe⸗ hen, bewacht vom Seecadetten auf dem Ladentiſche und Rob dem Scheerenſchleifer, der ſein Bette darunter machte. Die Uhren hatten ſchon ſechs geſchlagen, als er ſich auf ſeinem Ellbogen emporhob und ſich in ſeinem kleinen Zimmer umſchaute. Des Capitains Augen hatten ſchweren Dienſt, wenn er ſie beim Auf⸗ wachen ſtets ſo weit aufſperrte wie dieſen Morgen, und wurden ſchlecht belohnt für ihre Wachſamkeit, wenn er ſie ſtets nur halb ſo derb rieb. Aber heute war auch kein gewöhnlicher Tag, denn Rob der Scheerenſchleifer hatte gewiß noch nie in der Thür von Capitain Cuttle's Schlafgemach geſtanden, und heute ſtand er da, als wäre er angekleidet eben aus dem Bett geſprungen, ganz auf⸗ geregt und den Capitain ankeuchend.


