Teil eines Werkes 
3. Th. (1847)
Entstehung
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Trotz der außerordentlichen Fidelität des Capitains wollte

ihm doch die Zunge gar nicht ſchmecken, obgleich er, wenn ihn

Jemand anſah, mit großer Anſtrengung ſich ſtellte, als verzehre er ſie mit ungeheurem Appetite. Er fürchtete ſich auch ganz er⸗ ſchrecklich, mit dem Neffen oder dem Onkel allein im Zimmer zu bleiben, als ob er es nur für möglich halte, den Schein der Faſ⸗ ſung zu retten, wenn ſie alle drei beiſammen blieben. Dieſe

Scheu von Seiten des Capitains zwang ihn zu dem ſcharfſinni⸗ 4

gen Mittel, als Salomo ſeinen Rock anziehen wollte, unter dem Vorwand an die Thür zu laufen, er habe einen merkwürdigen Fiacre vorbeifahren ſehen, und auf die Straße hinauszuſtürzen mit dem Vorgeben, es rieche draußen nach einem brennenden Schornſtein, als Walter hinauf ging, um von den Hausgenoſſen Abſchied zu nehmen. Daß ein uninſpirirter Beobachter hinter dieſe Kunſtgriffe kommen könne, hielt er für ganz und üur un⸗ möglich.

Walter war eben die Treype herunter und wollte durh- den Laden in das Hinterſtübchen gehen, als er ein bekanntes,

trübes Geſicht zur Thür hereinblicken ſah. Er eilte ihm ſogleich entgegen.

Mr. Carker! rief Walter aus, indem er John Carker jun. die Hand drückte. Bitte, treten Sie ein! Es iſt recht freund⸗ lich von Ihnen, ſo früh hieher zu kommen, um mir Lebewohl zu ſagen. Ich kann gar nicht ſagen, wie ſehr mich das ſtent. Bitte, treten Sie ein!

Wir werden uns ſchwerlich je wiederſehen, Walter, erwi⸗

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