Teil eines Werkes 
3. Th. (1847)
Entstehung
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ein immer wachſendes Bedürfniß nach Liebe zu faſt jeder Sache und Perſon im Hauſe. Er konnte den Gedanken nicht ertragen, daß er ihnen, wenn er nicht mehr da ſei, ganz gleichgültig ſein könne. Er begehrte, ſie ſollten ſeiner freundlich gedenken; und er hatte es ſich ſelbſt angelegen ſein laſeen, um die Freundſchaft eines großen heiſern und zottelhaarigen Hundes, der hinter dem Hauſe an der Kette lag und vor dem er bis dahin eine wahre Todesfurcht gehabt, zu werben, damit ſelbſt dieſer ihn vermiſſen möge, wenn er nicht mehr da ſei.

Ohne Arg, daß er damit nur von Neuem den Unterſchied zwiſchen ſich und ſeinen Schulgenoſſen an den Tag lege, bat der kleine Paul mit ſo wohlgeſetzten Worten, als ihm möglich war, Miß Blimber, trotz der offieiellen Analyſis gütigſt zu verſuchen ihn gern zu haben. Gegen Mrs. Blimber, die hinzugekommen war, ſprach er dieſelbe Bitte aus; und als dieſe Dame ſelbſt in ſeiner Gegenwart ſich nicht der oft wiederholten Bemerkung ent⸗ halten konnte, daß er ein wunderliches Kind ſe ei, ſagte ihr Paul, ſie habe ganz Recht; es müßten wohl ſeine Knochen ſein, aber er wiſſe es nicht; und er hoffe, ſie werde ihm das verzeihen, denn er habe ſie Alle lieb.

Nicht ſo lieb, ſagte Paul mit einer Miſchung von Schüch⸗ ternheit und Offenheit, welche einer der eigenthümlichſten und einnehmendſten Züge ſeines Charakters war, nicht ſo lieb wie Florentinen natürlich; das ginge nicht. Sie würden das auch nicht erwarten; nicht wahr, Maam?

O! der wunderliche kleine Mann! ſagte Mrs. Blimber

leiſe zu ihrer Tochter.