Teil eines Werkes 
3. Th. (1847)
Entstehung
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in ſeiner Seele die wohlthuendſten Gefühle der Hoffnung und Freude erregten, und ſich mit einem römiſchen Feldherrn verglich, der, ſtolz über einen Sieg über die Iceni oder beladen mit car⸗ thagiſcher Beute, ſich dem Capitol nähert, worunter, dem Gleichniß zu Gefallen, Mrs. Tozer's Haus zu verſtehen war, ſo war ſie dennoch vollkommen aufrichtig. Denn wie man vermuthen mußte, hatte Tozer einen ſchrecklichen Onkel, der ihm nicht nur während der Ferien beſtändig mit Fragen und Examinationen über die ſchwierigſten Dinge zuſetzte, ſondern auch unſchuldige Vorfälle und Gegenſtände zu demſelben grauſamen Dienſte preßte. So, wenn ihn dieſer Onkel unter dem Schein der Freundſchaft z. B. mit in's Theater nahm, oder zu einem Rieſen, einem Zwerge, einem Taſchenſpieler, errieth Tozer gleich, daß er in Bezug auf dieſen Gegenſtand eine klaſſiſche Stelle geleſen hatte, und ſah ſich in die peinlichſte Angſt verſetzt, denn er konnte nicht wiſſen, wie, wo und wann er ihn packen und welche Autorität er gegen ihn anführen werde.

Was Briggs betrifft, ſo machte deſſen Vater nicht ſo viel Umſtände. Der hatte keinen Augenblick Ruhe. So zahlreich und ſtreng waren die geiſtigen Prüfungen dieſes unglücklichen Jünglings in der Ferienzeit, daß die Freunde der Familie(ſie wohnte damals in der Nähe von Bayswater in London) ſich ſelten dem Teiche in Kenſingtongarten näherten, ohne die dunkle Be⸗ ſorgniß, Maſter Briggs' Hut auf dem Waſſer ſchwimmen und ein unvollendetes Exercitium am Ufer liegen zu ſehen. Briggs ſah daher den Ferien auch nicht allzu ſanguiniſch entgegen; und dieſe beiden Mitbewohner von unſers Pauls Schlafzinmer