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Paul in ihre Arme nahm und die Bandroſe an ſeinem Mützchen mit ihren Liebkoſungen ganz und gar zerknitterte., Sieht er nicht etwas ſeiner Mutter ähnlich, deren Bekannt⸗ ſchaft ich durch Sie machen ſollte, meine Liebe? frug Miß Tox. Ganz und gar nicht, erwiderte Luiſe.
Sie war— ſie war ſchön,— glaube ich? ſagte Miß Tox
mit unſicherer Stimme.
Intereſſant war unſere arme Fanny, ſagte Mrs. Chick nach reiflicher Ueberlegung; jedenfalls intereſſant. Sie hatte nicht jenes Anſehen geiſtiger Ueberlegenheit, welche man, ich weiß nicht wie, faſt wie etwas ſich von ſelbſt Verſtehendes bei meines Bruders Gattin erwartet; auch beſaß ſie nicht die Energie des Geiſtes, die ein ſolcher Mann verlangt.
Miß Toy ſeufte tief.
Aber ſie war angenehm, ſagte Mrs. Chick, außerordent⸗ lich angenehm. Und ihr Wille!— O, wie gut ihr Wille war!
Du Engel! ſagte Miß Tox zu dem kleinen Paul. Du Ebenbild deines Vaters!
Wenn der Major gewußt hätte, wie viel Hoffnungen, wie viele Pläne und Speculationen ſich auf dieſes Kindes Haupt bauten, und ſie in ihren verſchiedenartigen und widerſprechen⸗
den Geſtalten das Spitzenhäubchen des nichtsahnenden kleinen Paul hätte umſchweben ſehen können, dann durfte er wohl die Augen weit aufſperren. Dann hätte er unter dem Gewühl auch einige ehrgeizige Träume gewahrt, die Miß Tox angehörten, und wäre dann vielleicht inne geworden, von welcher Art
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