zu thun gehabt, nie aber mit Herzen. Sie überließen dieſe Phantaſiewaare Knaben und Mädchen, und Penſionsſchulen und Büchern. Mr. Dombey dachte etwa wie folgt: Daß eine eheliche Verbindung mit ihm der Natur der Dinge nach für jede Frau von geſundem Verſtande in hohem Grade ſchmeichelhaft und ehrend ſein müſſe. Daß die Hoffnung, einen neuen Aſſocié eines ſolchen Hauſes zu gebären, nicht verfehlen könne, einen wohl⸗ thuenden Ehrgeiz in dem Herzen der Anſpruchsloſeſten ihres Ge⸗ ſchlechts zu wecken. Daß Mrs. Dombey den Contract der Ehe— ein faſt unentbehrlicher Theil einer vornehmen und wohlhabenden Stellung im Laihen ohne Rückſicht auf die Verewigung von Handelsfirmen— mit einem vollen Bewußtſein aller dieſer Vor⸗ theile eingegangen ſei. Daß Mrs. Dombey tägliche praktiſche Erfahrung ihrer geſellſchaftlichen Stellung gehabt. Daß Mrs. Dombey ſtets an der Tafel obenan geſeſſen und die Honneurs ſeines Hauſes auf eine merkwürdig feine und würdige Weiſe ge⸗ macht habe. Daß Mrs. Dombey glücklich geweſen ſein müſſe. Daß ſie nicht anders gekonnt habe.
1 Jedenfalls aber mit einigem Vorbehalt. Ja. Das wollte er zugeben. Blos mit einem einzigen; aber freilich mit einem ſehr inhaltsſchweren. Sie waren zehn Jahre verheirathet ge⸗ weſen und hatten bis zu dem heutigen Tage, wo Mr. Dombey im großen Lehnſtuhle neben dem Bette mit der ſchweren goldenen Uhrkette klimperte, keine Nachkommenſchaft gehabt.
Das heißt keine nennenswerthe. Ein Mädchen war wohl vor etwa ſechs Jahren geboren worden, und das Kind, das ſich unbemerkt in das Zimmer geſchlichen, ſaß ſchüchtern in einer Ecke,


