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wandern, welche mit Eichenholz getäfelt und mit Rüſtun⸗ gen aller Arten verziert waren und an deren Wänden die Bildniſſe der Fuchsberge hingen.
Flavia fühlte ſich etwas beklommen, wagte es jedoch nicht zu geſtehen und verhielt ſich gut. Chriſtine fühlte ſich in ihrem Elemente; dieſe Sagen, dieſe Erinnerun⸗ gen, dieſe großen Schatten, dieſe in den Kreuzzügen erbeuteten Waffen und muſelmänniſchen Fahnen regten ihre Einbildungskraft auf. Sie begriff nicht, wie Beatrir vor dieſem Schloſſe eine ſo kindiſche Furcht haben konnte.
Wenn ich die Marquiſe von Monza wäre, dachte ſte, ſo würde ich das ganze Jahr hier wohnen. Ich bin aber eben nicht die Marquiſe von Monza.
Sie erröthete nicht bei dieſem Gedanken, denn bei der Gouvernante barg er nicht Strafbares. Sie ver⸗ ſetzte ſich an die Stelle einer Andern, weil ihr Ehrgeiz wenn nicht dieſe, doch wenigſtens eine ähnliche beneidete. Sie trachtete nach einem höheren Stande. Gleich dem Vogel, dem es in ſeinem Käfig an Raum gebricht, um ſeine Schwingen zu entfalten, fühlte ſie ſich zu beengt.
Niemand ſchlief in dieſer Nacht im Schloſſe, Nie⸗ mand als das junge Mädchen. In dieſem Alter nimmt die Seele im Leben ſo wenig Platz ein! Man iſt ſo glücklich, mit den Sin een, in materiellen Genüſſen zu leben! Ihr letztes Wort) als ſie ſich zu Vette legte, war geweſen:
Liebe Freundin, wiſſen Sie, daß ich hier, im jetzigen
Schlafzimmer meiner
Mutter, geboren bin? Ach, wenn die liebe Mutter jetzt
nur ruhig darin ſchläft; ſie hat
früher ſo viel in jenem Zimmer gelitten, ſte war ſo krank darin. Lieber Gott, beſchütze meine Mutter in
Guahenbe Warum empfand das Mädchen am heutigen Abend
mehr als gewöhnlich das Bedürfniß, für ſeine Muter zu beten? 6
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