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wenn es ſich nicht anders thun ließ, die ich auf Ihrem Geſichte nach einem Augenblick der Zärtlichkeit, der Sympathie ſpähte und Sie nur eiſig, gleichguͤltig fand, ich, die ich Sie in den Armen einer Nebenbuhlerin ſah, während Sie mich verließen, die ich verdammt bin, immer zu leiden! O, wie kann ich denn mitten unter Allem dem daran denken, ob meine Leute mich beſtehlen oder ſogar, Gott verzeihe mir's, ob mein armes Kind ſeine Muſikſtunden gehörig nimmt. Iſt es mir möglich, an Etwas zu denken, wenn ich fuͤhle, daß ich wie ein Flämmchen ohne Nahrung erſterbe?
Ich leugne weder Ihre Qualen noch Ihre Schmer⸗ zen, meine arme Freundin; ich habe zu ſehr darunter gelitten und leide noch jetzt zu ſehr, um mir die Ge⸗ wißheit davon zu verhehlen. Dieſe Schmerzen ziehen Sie jedoch nicht von der Welt ab, Sie nehmen ſie mit Af den Ball, in's Schauſpielhaus, zu tauſend Beſuchen.
aun...
Dann kann ich ſie auch in die Speiſekammer oder in ds indtihn meiner Tochter mitnehmen, nicht wahr?
Aber..
Ja, Sie haben Recht. Es iſt mir verboten, eine Zerſtreuung zu ſuchen; die arme Verlaſſene ſoll weder ihre Thränen zeigen noch dieſelben einen Augenblick vergeſſen. Zum Weinen geboren, muß man immer weinen.
Beatrir!
Ach, du lieber Gott! Glauben Sie denn, ich durch⸗ ſchaue Sie nicht? Dieſe Reiſe, die wir ſo eben gemacht und von der ich mir ſo viel Vergnügen verſprach, haben Sie mir durch Ihre Ungeduld verdorben. Sie lieben dieſes Mädchen, mein Herr, und das iſt wieder eine furchtbare Grauſamkeit gegen mich. In meinem Un⸗ glück glaubte ich ein zweites Ich, eine Freundin gefun⸗ den zu haben, auf die ich mich hinſichtlich der mütter⸗ lichen Sorgen des Lebens verlaſſen konnte. Ich fühlte
mich getröſtet, fühlte mich unterſtützt, aufrecht erhalten


