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ohne Zorn die ganze Unſchicklichkeit der ſo eben von Ihnen veranlaßten Scene vor Augen halten. Sie haben eine traurige Rolle vor Ihrer Tochter geſpielt und ihr eine abſcheuliche Lektion gegeben.
Ich verſtehe, mein Herr, ich hätte mich durch dieſes in meinem Lohn ſtehende Mädchen Lügen ſtrafen und von ihr in Ihrer Gegenwart beſchuldigen laſſen ſollen, die Geſundheit meines Kindes zu vernachläſſigen. Das wäre anſtändiger geweſen, nicht wahr?
Es thut mir leid, Ihnen ſagen zu müſſen, Beatrir, daß es wenigſtens gerecht geweſen wäre. Denn es iſt vollkommen wahr, daß Fraulein Orthez Ihnen zu wie⸗ derholten Malen in meiner Gegenwart von dieſer Ge⸗ ſchwulſt geſprochen hat, Sie haben ihr geantwortet, das habe Nichts zu bedeuten, Sie hätten mehrere Perſonen gekannt, die mit dieſem kleinen Kinderübel behaftet wa⸗ ren, das ſich durch ein leichtes Mittel zertheilen laſſe. Die Gouvernante und ich aber, welche ohne Zweifel bäl⸗ der als Sie beunruhigt werden, ließen den Arzt rufen, wie Sie ſo eben gehört haben, denn ihre Erzählung iſt vollkommen richtig.
In der That, mein Herr, ich verſtehe Sie nicht. Wie! Sie wollen mich ſelbſt überzeugen, daß ich faſele, daß ich verrückt bin! Ich habe dieſe ganze Geſchichte vergeſſen, während Sie und Ihre Gouvernante ſich der⸗ ſelben ſo gut erinnern.
Meine Liebe, Sie waren damals mit einer Ihrer eiferſüchtigen Grillen beſchäftigt, Sie dachten nur an dieſe und alles Uebrige ging unbeachtet an Ihnen vorbei.
So machen Sie mir auch noch den Vorwurf, Sie über Alles zu lieben!
Ich mache Ihnen Ihrer Liebe wegen keinen Vor⸗ wurf, Beatrir, im Gegentheil, ſie macht mich glücklich; allein ich wünſchte, ſie würde ſich anders offenbaren; ich wünſchte Sie auf andere Weiſe mit mir beſchäftigt zu ſehen; ich wünſchte Sie beſonders mit Ihrer Tochter, Ihrem Hauſe beſchäftigt zu ſehen, daß Sie den Händen


