Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1850)
Entstehung
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ſo despotiſch beherrſcht. Adieu! ich gehe, wie Sie ſehen, ohne meine Bitten zu wiederholen, weil ich auf Ihre Barmherzigkeit hoffe. Sie werden dankbar ſein, nicht wahr? Sie werden mich zu ſich rufen, Sie werden mich nicht wochenlang aus Ihrer Gegenwart verbannen? Adieu, ich habe weder Willen noch Kraft mehr; Alles gehört Ihnen.

Adieu, mein Herr, entgegnete ſie, die Thüre öffnend. Ich rechne auf Ihr Wort, nach dem Schloß zurückzu⸗ kehren. Es iſt dies von Wichtigkeit in einem Zimmer, in welchem man ſo wenig ſicher iſt wie in dieſem da.

Ich beſteige im Augenblick den Wagen, ich gehe, glücklich, Sie geſehen, und traurig, Sie ſo grauſam ge⸗ funden zu haben. Oh, Chriſtine, Chriſtine, Sie wiſſen

nicht, was Sie über mich vermögen.

Er wollte ihr die Hand küſſen, allein ſie litt es nicht und wies ihm gebieteriſch die Thüre.

Als er hinausgegangen, trat ſie an's Fenſter, um ſich von ſeinem Weggehen zu überzeugen.

Sie ſah ihn in den Garten niederſteigen, und unter dem Fenſter, wo ſie ſtand, hingehen und wenige Schritte davon ſich der Mauer nähern. Er holte den Schlüſſel hervor, um ihn in das Schloß zu ſtecken. Aber in dieſem Augenblick erſchien über der Mauer ein Kopf, deſſen Eigenthümer bei dem Anblick des Marquis raſch hinab⸗ ſtieg. Der Marquis ſchloß die Thüre auf und ſo fanden ſich die Beiden Geſicht an Geſicht.

Wer iſt da? fragte der Marquis und zog ein Piſtol.

Einen Augenblick! Beeilen Sie ſich nicht ſo, zum Teufel, verſetzte der Fremde.

Mein Gott! ſchrie Chriſtine händeringend auf... weſſen Stimme iſt dies?