Teil eines Werkes 
1. Th. (1823)
Entstehung
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IV

Proſa, die wir an unſern Heerdfeuern hoͤr⸗ ten, durchaus ureigen und einheimiſch, voll lebendiger Darſtellung von Handlung und Sinnesart, voll neuer und friſcher Bilder, und haͤufiger Lichthlicke einer ſuͤßen und freundlichen Fantaſie. In fruͤbern Zeiten, und ſo weit meine eigene Erinnerung reicht, wanderten alte Maͤnner von Hauſe zu Hau⸗ ſe, und ſangen Balladen, ſagten Bruchſtuͤk⸗ ke von alten Romanzen und wunderbare Ge⸗ ſchichten von wahren oder erdichteten Aben⸗ theuern her. Ich habe dieſen Erzaͤhlern am Heerdfeuer unſrer Landleute zugehoͤrt, wo ſie manchen Kreis erfreuten, und wie die Saͤn⸗ ger der Vorzeit ihre Nahrung und Kleidung verdienten, deren ſie werth waren. Die Ge⸗ ſchichten wurden, nach dem Geſchmacke oder der Kunſtfertigkeit des Erzaͤhlers, veraͤndert; mit jedem Jahre erſchien eine Veraͤnderung in der Anlage der Geſchichte, oder in der Folge der Begebenheiten; Gegenſtaͤnde von oͤrtlicher Wichtigkeit, oder neuere Vorfaͤlle fanden eine Stelle in den ehrwuͤrdigen Er⸗ zaͤhlungen, und neue Geſaͤnge erſetzten die urſpruͤnglichen Reime, oder theilten mit die⸗