ſchweigen. Ich glaube, daß jedes Wort, das ich hier er⸗ zahlt habe, wahr iſt; hätte ich indeß Unrecht, ſo trüge nur Unkenntniß oder Nachlaß meines Gedächtniſſes die Schuld davon. Es mögen ſich manche unbedeutende Irrthümer in Beziehung auf Daten und Perioden ein⸗ geſchlichen haben, allein auch dieſe dürften ſich bei nä⸗ herer Unterſuchung nur als ſelten ergeben. Bei manchen Anläſſen habe ich nur meine eigenen Empfindungen ge⸗ geben, die, gleich denen anderer Menſchen, bald recht, bald unrecht ſeyn mögen. Was übrigens die hauptſäch⸗ lichſten Thatſachen anbelangt, ſo betrachte ich ſie ſelber als wahr, und urtheile auch von der Mehrzahl der Ne⸗ benumſtände nicht anders..
Es iſt dies die glücklichſte Periode meines Lebens und dauert ſchon ſeit meiner Entlaſſung aus dem Hoſpi⸗ tal von Batavia auf dieſe Weiſe an. Ich wüßte nicht, daß ich je einen glücklicheren Sommer verbracht hätte, als den gegenwärtigen, und wäre noch weit glücklicher und zufriedener in meiner Lage, wenn ich nur nicht ſo viele müßige Zeit im Aſyle hätte. Mir fehlt eine Be⸗ ſchäftigung für meine Mußeſtunden, und ich zweifle nicht, daß ich noch im Stande ſeyn werde, eine Lebensweiſe ausfindig zu machen, die der Thätigkeit meiner früheren Lebensjahre mehr entſpricht. Ich habe Freunde genug — mehr als ich verdiene— und der Mann fühlt doch ein Bedürfniß nach Beſchäftigung, ſo lange er noch Kraft und guten Muth zur Arbeit hat. Was uber mich verhängt werden ſoll, liegt noch in der Hand der Vorſehung, und ich hege das demüthige Vertrauen, daß ſie auch bis zum Ende Sorge für mich tragen werde, wie ſie ſeither ge⸗ than, unter ſo mancher Begebenheit und in ſo mancher Stunde der Gefahr und Verſuchung.
Mein ſehnlichſter Wunſch geht dahin; dieſes Gemälde
Erlebniſſe und Drangſale eines Seemannes möge dazu beitragen, d e zahlreiche und nützliche Klaſſe der bürgerlichen Geſellſchaft zum Nachdenken uͤber ihren Beruf
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