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zwei fürchterliche ſchmerzenreiche Monate. Das Schiff
war in Batavia angekommen, und der Kapitän und
Steuermann beſuchten mich, um zu ſehen, was mit mir zu beginnen ſey. Ich verlangte nach dem Hoſpital ge⸗ ſandt zu werden, allein der Steuermann beharrte auf dem Wahn, ich heuchle nur meine Krankheit, und ver⸗ langte, daß ich auf dem Schiff zurückbehalten werde. Dies geſchah denn auch und ich machte auf ihm noch die Reiſe nach Terragall, wo wir unſere Paſſagiere landeten. Dieſe kamen nun Alle und verabſchiedeten ſich von mir, und der Admiral machte mir eine Jacke zum Geſchenk, die er ſelbſt getragen hatte, als er noch auf der See ge⸗ weſen war, und fügte derſelben noch ein Quantum Taback bei. Ich habe die Jacke bis auf den jetzigen Augenblick aufbewahrt. Auch die Damen trſteten mich noch mit freundlichem Zuſpruch und verurſachten dadurch meinem Gemüthe nur neue Schmerzen der Reue. 22 Von Terragall ſegelten wir nach Surabaya, wo i den Kapitän flehentlich um die Erlaubniß anging, in ein Spital gehen zu dürfen, obwohl der Steuermann noch immer behauptete, ich ſchütze nur Dienſtunfähigkeit vor, um des Dienſtes vor dem Maſte enthoben zu werden. Die Wundärzte in Surabaya, deren einer ein Schotte war, theilten die Meinung des Steuermanns, und nach Verlauf von zwanzig Tagen wurde ich wiederum an Bord des Schiffs genommen, das nun nach Samarang ging. In Surabaya traf ich fünf engliſche Matroſen im Ho⸗ ſpital, die eben ſo verlaſſen und übel daran waren, wie ich ſelbſt, und denen, wohin ſie ſich auch wendeten, nur der Tod in die Augen blickte. Die Leute, die am einen Tag in den Spital gebracht worden waren, ſtarben manchmal ſchon am andern, und Keiner von uns wußte, an wen zunächſt die Reihe kommen würde. Oft unter⸗ hielten wir uns mit einander in unſerer ſchlichten unge⸗ lehrten Weiſe über religiöſe Gegenſtände und trugen Alle ein großes Verlangen, eine engliſche Bibel zu bekommen, die leider hier ein ſeltenes Ding war. Damals fiel mir


