336. von Calais paſſirten und damit nach der engliſchen Küſte zu ſteuern;— wir wollten uns lieber allen Gefahren ei⸗ nes ſolchen Schrittes unterziehen, als bei ſolcher Koſt und Behandlung eine ſo lange Reiſe auf dieſem Schiffe
machen, und unſre Unzufriedenheit hatte ſich inzwiſchen
bis zum Ekel geſteigert. 1
Endlich hatten wir Alle unſre Paſſagiere an Bord genommen; ſie beſtanden aus der Familie und Dienerſchaft eines Herrn, der als Admiral in der holländiſchen Marine dienen oder gedient haben ſollte, und nun wieder nach Java abreiste, um dort zu bleiben. Dieſer Herr nahm ſeine Frau und mehrere Kinder, Dienſtboten und eine zweite Dame mit ſich, welche eine Art Geſellſchafterin ſeiner Gemahlin zu ſeyn ſchien. Dieſe Leute waren kaum an Bord untergebracht, als der Wind ſich wieder friſch er⸗ hob und wir unter Segel gingen. Der„Plato“ ſtach zu gleicher Zeit mit uns in See, und mir ahnte damals, als ich mich ſehnlichſt an ſeinen Bord wünſchte, wohl nicht im Entfernteſten, wie bald ich in daſſelbe Fahrzeng ge⸗ bracht werden ſollte— das letzte Schiff, in welchem ich zur See war. Ich warf eben das Loth, als wir an ihm vorüber fuhren; unſer Schiff, wiewohl ein bequemer be⸗ dächtiger Holländer, war dennoch ein prächtiger Schnell⸗ ſegler, trotz der Koſt und Behandlung, und war in Al⸗ lem, was die Sicherheit des Schiffes anbetraf, vorzüglich und dauerhaft. und es galt für das größte Schiff von Rotterdam.
Der„Stadtdeel“ mußte im Mai 1839 von Helvoet⸗ ſluys aus unter Segel gegangen ſeyn, alſo gerade drei⸗ unddreißig Jahre nach meinem Auslaufen aus New⸗York zur erſten Reiſe auf dem„Sterling.“ Dieſen ganzen langen Zeitraum habe ich unter der unſäglichſten Mühe und Arbeit zur See verbracht, und auf die verſchiedenſte Weiſe Geſundheit und Leben auf's Spiel geſetzt, und was war mir nun dafür geworden? was war mir geblieben? Dies Schiff und die armſelige Stelle, welche ich auf demſelben bekleidete, waren Alles, was ich davon auf⸗
Es war dies die erſte Reiſe des Schiffs,.


