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ber zu geſtehen Willens war, und mein Gewiſſen tadelte mich hart über die Art und Weiſe, womit ich einen ſo wohmeinenden Rath in den Wind geſchlagen. Auf ein⸗ mal verkündete ich den Leuten um mich her, daß ich meinen Entſchluß geändert, das ich nun hinunter gehen werde, um der Predigt anzuwohnen, und ſetzte dieſen Entſchluß auch unverweilt in’s Werk.
Auf den Text, über welchen Herr Müller predigte, konnte ich mich nicht beſinnen, und es iſt möglich, daß ich ihn außer Acht ließ, als er genannt wurde. Die ganze Dauer der Predigt hindurch war es mir je⸗ doch nicht anders, als ob der Pfarrer ſich hauptſächlich an mich wende, und ſein Ange nicht von mir abkehre. So viel iſt gewiß, daß er mich im innerſten Gemüthe rührte, denn die Wirkung ſeiner Predigt iſt mir, wenn ſte gleich nicht ununterbrochen fortdauerte, noch heute getreulich im Gedächtniß. Ich erfaßte mancherlei treff⸗ liche Vorſätze und beſchloß, mich insgemein zu beſſern, und ein beſſeres Leben zu führen. Meine Gedanken be⸗ ſchäftigten ſich die ganze Nacht hindurch mit dem Ge⸗ hörten und mein Gewiſſen war ploͤtzlich aufgeſchreckt und in Thätigkeit geſetzt worden. G
Am andern Morgen verließ ich„Sailor's Retreat“ und verlor für damals Herrn Müller aus dem Geſichte, nahm aber manchfache gute Entſchlüſſe mit mir, die höchſt löblich und bewundernswerth geweſen wären, wenn ich ſie befolgt hätte! Allein von welch kurzer Dauer ſie waren und wie ſehr ich mich zum Sklaven einer la⸗ ſterhaften Gewohnheit herabwürdigte, erhellt am beſten aus dem offenen Bekenntniß, das ich ablege— daß ich nämlich in New⸗York ſchlimmer anlangte als ich zuvor geweſen war, indem ich auf der Ueberfahrt über die Bucht in dem Dampfboote etliche Männer von der Miliz bewirthete und nahezu ein Dutzend Gläſer heißen Grogs zu mir nahm. Es fehlte mir nicht an Geld und noch weniger an dem acht ſeemänniſchen Verlangen, deſ⸗ ſelben los zu werden, indem ich es— großmüthig nach


