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Edward Myers oder Erinnerungen aus dem Leben eines Seemannes / hrsg. von James Feminore Cooper
Entstehung
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324 trübten Umſtänden werde nie von ſeiner Schwelle ver⸗

wieſen. Hier blieb ich nun und bekam ein behagliches

Nachtlager, ſo daß ich am andern Tage ein ganz anderer Mann war, mich ordentlich auftakelte und zum Zweiten⸗ male nach dem Marine⸗Departement ging.

Die ſämmtlichen Herren in der Kanzlei ſchienen ge⸗ neigt, mir um die Wette mit Rath und That an die Hand zu gehen. Der Schreiber auf dem Penſtons⸗Bu⸗ reau gab mir einen Brief an Herrn Boyle, den erſten Sekretär, von welchem ich wieder einen andern Brief an den Kommodore Patterſon, den Kommandanten der Ma⸗ rine⸗Werfte, erhielt. Mir ſchien, als ob die Regierung eine Herberge für uns Matroſen in Waſhington unter⸗ hielt, damit wir dort Dach und Fach fänden, ſo lange wir unſere Anſprüche daſelbſt geltend machten. Dieſer Brief des Herrn Boyle verſchaffte mir ein Unterkommen in jenem Hauſe, wo ich ſechs Wochen Alles, ſelbſt Wa⸗ ſchen und Flicken, umſonſt hatte. Durch den Zahlmeiſter bezog ich eine Summe Geldes von dem Zahlmeiſter in New⸗York, und hub nun an, im Allgemeinen ein nüch⸗ ternes und anſtändiges Leben zu führen.

Das Haus, worin ich wohnte, war ſozuſagen eine

Art Hoſpital, worin wir etwa unſerer ſechs oder acht leben mochten. Mehrere von uns waren Krüppel in Folge von Wunden und Verletzungen, zum Beiſpiel ein gewiſſer Ruben James, ein gewiegter Veteran von der Kriegsflotte, der ſeit ſeinen Knabenjahren ſtets im Dienſte geweſen war. Er ſtand in dem Rufe, vor Tri⸗ poli Decatur's Leben gerettet zu haben, geſtand mir aber, daß er es nicht geweſen, dem man dieſe Heldenthat zu⸗ ſchreiben dürfe. Er war zwar in demſelben Gefecht und an demſelben Bord geweſen, wie Decatur, war es jedoch nicht geweſen, der ſeinem Kommandanten das Leben gerettet hatte. Oft war er verwundet worden, und man hatte ihm ſogar in Folge einer alten Bleſſur, die er, glaube ich, im Kriege von 1812 empfangen hatte,

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