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Edward Myers oder Erinnerungen aus dem Leben eines Seemannes / hrsg. von James Feminore Cooper
Entstehung
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jedoch genöthigt, letzteres in Taue zu hängen und mik⸗ telſt Spillen an den Hinterſteven zu befeſtigen. Wir legten eine Spirre queer durch das Compaßhäuschen, gerade über die Steuerruder⸗Pinne, zwängten eine Kette durch das Loch des Helmſtocks und legten ſie dann über die Spirre. Man verwandte zu dieſem Zwecke die kleinſte Kabelkette, da das Steuerruder mit Winden vom Ver⸗ deck aus emporgebracht werden mußte. Alsdann nah⸗ men wir einen tuͤchtigen Bund Raaketten⸗Schoten, theer⸗ ten ſie ordentlich und legten ſie mit Timmerſtichen(einer beſondern Art Knoten) rund um die Hälfte der Ruder⸗ pinne. Die beiden Ende wurden durch jede Hauptmars⸗ puttinge gezogen und durch Taljen emporgezogen. Auf dieſe Weiſe leiſtete das Steuerruder noch leidlichen Dienſt, wiewohl wir noch immer bei ſchlimmem Wetter das Fahrzeug beiliegen laſſen mußten.

Die Kettenſchoten hielten faſt einen ganzen Monat lang aus und fielen alsdann erſt ab. Bei näherer Un⸗ terſuchung ergab es ſich, daß die Schmarting(Verthee⸗ rung) unter dem Gilling des Schiffsſpiegels losgegan⸗ gen war und das Kupfer beinahe total das Eiſen auf⸗ gefreſſen hatte. Wir unterſuchten hierauf alle Puttingen des Schiffs von geeigneter Größe, legten eine tüchtige Schmarting darüber, befeſtigten dieſelbe wiederum mit

Timmerſtichen an der Ruderpinne, zogen die Enden da⸗

von bis zu den Klüsgaten, und ließen den ſchlaffen Theil

derſelben zu beiden Seiten bis zum Schiffskiele hinunter⸗

fallen. Die Enden wurden hierauf zunächſt nach der Winde gebracht und hier feſt gemacht. Dies entſprach ſeinem Zwecke vollkommen und hielt aus, bis wir in New⸗York eingelaufen waren. Unſere ganze Ueberfahrt war ſtürmiſch und dauerte ſiebenzig Tage, ſoviel ich mich noch erinnern kann. Das Schiff war bereits faſt auf⸗ gegeben worden, und erregte daher allgemeine Freude bei der endlichen Ankunft.

Da der„Erie“ wegen der mannigfachen nöthig ge⸗ wordenen Ausbeſſerungen diesmal nicht in See gehen