7⁵ darin, ſtimmten einen luſtigen Matroſenſang an, und war⸗
fen die eine Hälfte des Dachs auf die Straße, die andere aber in den Garten hinunter, und brachten drei Hurrah's auf den glücklichen Erfolg aus. Die Offiziere kamen nun herunter und hielten uns eine tüchtige Strafpredigt; allein wir wußten ihnen die Sache ſo auseinander zu ſetzen, daß ſie uns bis zum Morgen die unbedingteſte Freiheit ließen, wo ſich denn Alle wieder hübſch ordentlich einfanden und nach dem Appell in die Wagen vertheilten. Auf dieſe Weiſe durchzogen wir das Land, machten unſere Späſſe, und trieben die luſtigen Poſſen den ganzen Weg entlang. Wir brauchten, glaube ich, zehn oder zwölf Tage bis Oswego; am Onondago⸗See wurden wir auf Booten ein⸗ geſchifft, was uns beſſer behagte, als die Wägen. In einem Dorfe am Seeufer waren die Leute ſehr ungehalten auf uns und wir bekamen Händel mit Einigen; es ver⸗ lautete, ſie ſeyen Schotten aus Kanada, doch ihre eigent⸗ liche Heimath konnten wir nicht in Erfahrung bringen; am Morgen höorten wir, daß die meiſten unſerer Offiziere im Gefängniſſe ſäßen, und alsbald machten wir uns auf, ſtürmten den Hügel hinan und drohten, Alles mit Feuer und Schwert zu vernichten und dem Erdboden gleich zu machen, wenn man unſere Offiziere nicht freigäbe. Nur das Hinzukommen des Herrn Mix und der anderen Herren verhütete ein Unglück, und wir ſetzten unſere Reiſe fort, ohne daß es zu Schlägen gekommen wäre.
Leider überkam uns ein tüchtiger Regen, und wir mußten an einem Hauſe mitten im Walde anhalten, wo wir um ein Unterkommen nachſuchten; dies ward uns inzwi⸗ ſchen verweigert und uns der Rath gegeben, uns ſelbſt ein
ſolches anderwärts zu ſuchen, was wir denn auch in einer
großen Scheune thaten, wo wir uns bis zum Morgen ſo
gut wie möglich zuſammenzwängten. In der Nacht nah⸗
men wir den Eigenthümer der Scheune gefangen, der mit
einer Laterne gekommen war, um das Haus in Brand zu
ſtecken, peitſchten ihn derb ab, und brachten ihn geknebelt . 6* 4
-


