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In der Straße von Gibraltar begegneten wir einem Ge⸗ ſchwader portugieſiſcher Fregatten, das eben gegen die algieriſchen Korſaren kreuzte; es ſchien bei dieſen Schiffen zur Gewohnheit geworden zu ſeyn, vor den Klippen vor Anker zu liegen, bis der Wind ſtark genug aus Oſten blies, um die Schiffe durch den engen Paß hindurchzu⸗ treiben, worauf ſie denn alle Segel beiſetzten und das offene Meer ſuchten, bis der Wind umſetzte. Auf dieſe Weiſe blockirten ſie den atlantiſchen Ocean gegen ihre Feinde und das mittelländiſche Meer gegen ihre eigenen Schiffe.
Wir hatten eine lange Fahrt und wenig Vorrath an Salzfleiſch und andern Vorräthen, weßhalb wir auch, als wir im biscayiſchen Meerbuſen einem amerikaniſchen Schiffe begegneten, ein Tönnchen Ochſenfleiſch einhandelten, um unſeren Mundvorräthen aufzuhelfen. Als wir der Mündung des Kanals ziemlich nahe waren, entdeckten wir bei einem leichten Südwinde ein Segel in unſerem Kielwaſſer, das eilends und Hand über Hand*) auf uns zukam. Es ſegelte faſt noch einmal ſo raſch, als der
„„Sterling,“ da die Fäſſer dieſen vorne tief in's Waſſer drückten, und ihn, beſonders bei leichtem Winde, ſehr ſchwerfällig machten. Als das fremde Fahrzeug nahe genug war, ſahen wir, daß es pumpen mußte und das Waſſer in Strömen aus ſeinen Speigatten(Rinnen) hervorſchoß; es blieb uns mehrere Stunden lang im Ge⸗ ſicht und pumpte inzwiſchen fortwährend. Dieſes Schiff zog in Kabellänge an uns vorüber, ohne ſich um uns mehr zu bekümmern, als wenn wir ein Meilenſtein geweſen wären; es war ein engliſcher Zweidecker, und wir konnten ſogar die Geſichter der Bemannung unterſcheiden, als Etliche davon auf dem Mittelverdeck ſtunden, anſcheinend um
.») Dies iſt ein Seemannsausdruck, den man vom Aufhiſſen eines Taus gebraucht, wo, um die Kraft des Ziehens zu perſtär⸗ ken, ſtets Einer die Hand hart neben die des Andern legt.
A. d. Ueberſ.


