44 aus der Kajüte herauf zu bringen; der Junge ſprang mit einem einzigen Satze die Leiter hinab, ohne auch nur mit den Ferſen die Treppenſtufen zu berühren und ſtand eine halbe Minute ſpäter mit dem Lichte an der Beſan⸗ marsverkleidung. Dies rettete uns, denn der Fremde war uns ſo nahe, daß wir den Ofſtzier auf dem Deck mit lauten Flüchen dem Quartiermeiſter den Befehl ge⸗ ben hörten: ſtraff nach Backbordſeite beizudrehen. Einen Augenblick ſpäter kam ein Zweidecker hart unter unſerem Wetterbaum daher gefahren und war uns ſo nahe, daß es uns nicht anders ſchien, als ob die Mündungen ſeiner Kanonen die Regelingen unſeres Schiffes zertrümmern ſollten. Der„Sterling“ befand ſich bei dieſer Gelegen⸗ heit ſehr übel dran, da er plötzlich windwärts gierte und ne machte, dem engliſchen Kriegsſchiffe in die Rippen 3 ſchen, bevor dies nur mit ſeinem Steuer laufen konnte. Das Kriegsſchiff rief nun freilich uns an und als wir antworteten, machte der Offtzier die Schiffes die zeitige Bemerkung,„daß wir faſt Bord an Bord mit ihm ſeyen.“
Der Wind war indeß zu friſch, um Boote ausſetzen zu können, und man ließ uns vorüber fahren, ohne un⸗ ſere Papiere zu unterſuchen. Wir ſetzten nun die Reiſe nach Carthagena fort und liefen daſelbſt ein, wo wir ein paar Tage lang in Quarantäne geſteckt wurden; der Hafen war voll Kriegsſchiffe, unter welchen ſich meh⸗ rere Dreidecker befanden, und ein direkt von London kom⸗ mendes Schiff erregte einigermaßen Aufſehen unter ihnen. Die Offiziere von verſchiedenen Schiffen beſuchten uns hie und da, obwohl ich nicht begreifen konnte, worauf das Alles hinauslaufen ſollte. Von Carthagena aus wurden wir der Küſte entlang nach einem kleinen Hafen, Aquillas, geſandt, wo wir eine Ladung Weinfäſſer ein⸗ zunehmen hatten. zum Trotz unſeren kleinen Ballaſt in's Waſſer und nah⸗ men den Tag über unſere Ladung ein; das Waſſer war jedoch ſo klar, daß wir noch am andern Morgen unſer nächt⸗
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Zur Nachtzeit warfen wir dem Geſetz.


