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doppelte Anzahl von Meſſern zu reinigen aufgab. Ich ſperrte mich dagegen, mußte aber der Gewalt nachgeben und die ſämmtlichen Meſſer reinigen; wir hatten einen ern⸗ ſten Zank mit einander, in deſſen Folge ich die Hälfte der Meſſer reinigte, die übrigen aber über den Zaun in des Nachbars Hof warf, hierauf meinen Hut nahm, zum Doktor eilte und nie wieder weder meine Herrin, noch den„Lean⸗
der“ ſah. Zweites Kapitel.
Wie ſich von ſelbſt verſteht, mußte ich über mein Betragen Rechenſchaft ablegen; Doktor Heizer und ſeine Gattin tadelten mich lebhaft über mein Benehmen, und machten wiederum den Verſuch, mich zur Rückkehr zu Herrn Marchinton zu bewegen. Man ſchwatzte mir alles Mögliche vor von den wohlwollenden Abſichten, welche dieſer Herr für mich hege und den glänzenden Ausſichten, die mir die Protektion und Gönnerſchaft meines Taufpathen, des Her⸗ zogs von Kent, eröffnen könne, und dies wie noch manche andere Umſtände, deren ich jetzt vergeſſen habe, bringen mich auf den Gedanken, daß ein großer Theil des Wohl⸗ wollens, welches man mir in meiner frühen Jugend von verſchiedenen Seiten her bezeugte, nur dem Umſtande zu⸗ zuſchreiben war, daß der Prinz eingewilligt hatte, mi aus der Taufe zu heben. Er hielt viel auf ſtrenge Disci⸗ plin— wahrlich ſoviel, daß ich mich oft gehört zu haben erinnere, wie er durch ſeine Strenge zu Meutereien Ver⸗ anlaſſung gegeben— und da mein Vater ein Deutſcher und ſomit einem Volke entſproſſen war, unter welchem mi⸗ litäriſche Subordination ſich ſtets in's Extrem erhoben hatte, vermuthe ich mit vielem Grunde, daß ich das Wohlwollen des Prinzen und ſeine ſichtliche Vorliebe für meinen Vater einer Sinnesähnlichkeit zwiſchen Beiden in dieſer Beziehung ver⸗ dankte. Dies kümmerte mich übrigens im Jahr 1805 ſehr
wenig und ich rechnete weit weniger auf die Protektion eines
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