Teil eines Werkes 
9 (1851) Die Beweinte von Wish-Ton-Wish oder die Puritaner in Connecticut / von J. F. Cooper ; Aus dem Englischen von Dr. Gottfr. Friedenberg
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Auch die Ruine des Blockhauſes iſt, freilich in ſehr verfallenem und ſtets mehr verfallendem Zuſtande, noch immer zu ſehen. An ihrem Fuß ſteht das letzte Wohnhaus der ganzen Familie Heath⸗ cote, deren Mitglieder nun ſchon ſeit zwei Jahrhunderten in jener Gegend lebten und ſtarben. Die Gräber der ſpäter Geſtorbenen ſind an Marmorſteinen erkennbar; der Ruine näher indeſſen gibt es viele, deren halb vom Graſe bedeckte Denkmäler aus dem ge⸗ meinen, grobkörnigen, einheimiſchen Sandſtein gehauen find. Jemand, dem die Erinnerungen an längſt dahingeſchwundene Tage theuer ſind, hatte vor einigen Jahren Veranlaſſung, den Fleck zu beſuchen. Die Zeit der Geburt und des Todes ganzer Generationen aufzufinden, ward ihm leicht durch die leſerliche In⸗ ſchrift auf den ſich mehr dem Blick entgegendrängenden Denkmälern Derer, die innerhalb der letzten hundert Jahre geſtorben waren. Weiter zurück aber war die Nachforſchung nicht ohne mühſame Schwierigkeiten; allein ſeinem Eifer gelang es, ſie alle zu überwinden. Jeder kleine Erdhügel, mit einer einzigen Ausnahme, hatte einen Stein, auf welchem eine, freilich ſehr ſchwer zu entwirrende Inſchrift ſtand. Ein nicht bezeichnetes Grab enthielt ſo muth⸗ maßte man wegen ſeiner Größe und Lage die Gebeine Der⸗ jenigen, welche in der Nacht des großen Brandes fielen. Auf einem andern las man, in tiefen Buchſtaben, den Namen des Pu⸗ ritaners. Er ſtarb im Jahr 1680. Dicht daneben befand ſich ein niedriger Stein; man entzifferte mit vieler Mühe das einzige darauf ſtehende Wort:Unterwerfung. Ob das Datum 1680 oder 1690 war, ließ ſich nicht mehr ermitteln. Daſſelbe Geheimniß, welches einen ſo großen Theil des Lebens dieſes Mannes bewölkt hatte, umhüllte ſeinen Tod. Außer dem, was aus dieſen Blättern über ſeinen Namen, ſeine Familie und ſeinen Stand hervorgeht, hat nie Jemand ein Weiteres davon erfahren. Doch bewahrt die Fa⸗ milie der Heatheotes noch ein Parolebuch eines Corps Cavallerie, welches, der Ueberlieferung zufol ge, in einem oder dem andern

1