Teil eines Werkes 
9 (1851) Die Beweinte von Wish-Ton-Wish oder die Puritaner in Connecticut / von J. F. Cooper ; Aus dem Englischen von Dr. Gottfr. Friedenberg
Entstehung
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IX

von Freiſtaaten als von Monarchieen an ſich tragen.* Deſſen⸗ ungeachtet kann es ſich aber doch leicht zugetragen haben, daß der Sohn, die Vortheile ſeiner Stellung benutzend, durch Einfluß oft Nachfolger der Autorität des Vaters wurde, wenn die herkömm⸗ lichen Sitten des Volks auch keinen auf Erbfolge gegründeten Anſpruch gelten ließen. Mag nun aber das Nachfolgerecht ge⸗ weſen ſeyn, welches es wolle, aus der Erfahrung unſerer Vor⸗ eltern geht mindeſtens ſo viel unleugbar hervor, daß in ſehr vielen Fällen das Kind den früher vom Vater behaupteten Rang einnahm, und daß meiſtentheils in unruhigen Zeiten, die bei Völkerſchaften von ſo heftiger Gemüthsbeſchaffenheit nothwen⸗ dig nicht ſelten wiederkehrten, die von dem Häuptling ausge⸗ übte Gewalt, nicht weniger dem intenſiven Gehalt, als der räumlichen Ausdehnung nach, eine allgemeine war. Die Be⸗ nennung: Uncas ward mit der Zeit, gleich der von Cäſar oder Pharao, eine Art von Synonym mit Häuptling bei den Mohigans, einem Stamme der Pequods, über welche verſchie⸗ dene Krieger dieſes Namens nach einander regierten. Der be⸗ rühmte Metacom, oder König Philip, unter welchem Titel er den Weißen beſſer bekannt iſt, war ohne Zweifel Sohn von Maſſaſſoit, dem Sachem der Wompanoags, den die Emigranten mit der Herrſchergewalt bekleidet fanden, als ſte auf dem Felſen von Plymouth landeten. Miantonimoh, der kühne, aber unglückliche Nebenbuhler dieſes die ganze Völkerſchaft der Pe⸗ quods beherrſchenden Uncas, hatte unter den Narraganſetts ſeinen nicht minder heldenmüthigen und unternehmenden Sohn,

* So haben z. B. die Cricks und Tſcherokeſen(Cherokees), die faſt zur

Cioiliſation heraufgetaucht ſind, ſich kürzlich als einen Freiſtaat erklärt und ſich eine Verfa ſſung gegeben. D. U.