Teil eines Werkes 
3. Bd. (1873)
Entstehung
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fünf Fuß hohe, feſte Barriéère mit dem Pferde nehmen würde. Es war dies eines jener an ſich ſchweren Reiterſtücke, welches ſelbſt dem gewandteſten, eiſenher⸗ zigſten Fuchsjäger ſtille Bedenken zu erregen geeignet ſchien, das aber von Iſabella trotz der ſichtlichen Le⸗ bensgefahr ſchon mehrfach an andern Qrten ausgeführt worden war. Es iſt daher begreiflich, daß das nach Nervenaufregungen ſo begierige Publikum der großen Reſidenz heute mehr als ſonſt noch die Räume des Cirkus füllte und der Weg von den Stallungen zur Arena von der Blüthe der Sportliebhaber aller Stände verſperrt war.

Die Gallerien erdröhnten vom Lachen des Publi⸗ kums bei den Witzen und grotesken Körperverdrehungen der Clowns; nervöſe Frauen zitterten bei den Luft⸗ ſprüngen der Madame Louiſon und ſchrieen laut auf vor Entſetzen bei den gymnaſtiſchen Exercitien der Geſchwiſter Denis; aber im Allgemeinen war doch die Aufmerkſamkeit des Publikums mehr dem gedruckten Programme als der heute wahrhaft glänzenden Vor⸗ ſtellung zugewendet. Die Spannung wuchs von Mi⸗ nute zu Minute und es ſchien, als ob man kaum den Augenblick erwarten könne, bis die vielbewunderte Demars erſcheine und die Nerven der Anweſenden in jene wohlthätige Spannung verſetze, nach welcher man

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