Teil eines Werkes 
2. Bd. (1873)
Entstehung
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Man brachte ſie nach der Wohnung des Verſtorbenen.

Auch den Kommandanten legte man auf eine Bahre, und trug ihn hinab, auf Befehl Theobald's, der endlich auf dem Schauplatze der unſeligen That, aber zu ſpät, erſchienen war.

Gebt Acht, ſagte er leiſe zu den Dienern, als er ihnen und der Bahre folgte,mein armer, armer Onkel! Aber ſeine bleiche Wange röthete ſich, und die Lippen murmelten:Er hat kein Teſtament gemacht! das Erſte vernichtet!

Es war zwei Tage nach dem Tode des Komman⸗ danten. In dem großen Saale, bei geſchloſſenen Fen⸗ ſtern, umgeben von ſeinen geliebten Blumen, lag die Leiche im Sarge; der Deckel war noch offen.

Am Kopfende deſſelben lag thränenlos die un⸗ glückliche Iſabella, und ſah ſtumm auf das kalte er⸗ ſtarrte Geſicht, welches nie einen finſteren Blick für ſie gehabt hatte. Umſonſt hatte ſie es in den zwei Tagen verſucht durch ihre Thränen das entflohene Leben zu⸗ rückzurufen. Sie befand ſich in einem krankhaft erregten Zuſtand, die geiſtige Aufregung allein hielt ſie aufrecht, denn ſeit den zwei Tagen hatte ſie jede Nahrung ver⸗ weigert.

Theobald Alſing trat in das Sterbezimmer. Alles an dieſem Manne ſtand ſo vollkommen mit den Formen