Teil eines Werkes 
2. Bd. (1873)
Entstehung
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ſiven Charakter zu wahren, welcher allein ſeine Jünger vor Kleinmuth bewahren konnte.

Julius Fröbel wer kennt nicht den tiefen Denker, dabei aber ruheloſen Politiker war mit Robert Blum ohne weiteres Mandat von der Paulskirche herbeigeeilt auf die erſte Nachricht von den ernſten October⸗Ereigniſſen, und es konnte nicht fehlen, daß ſeine Stimme im Rathe idealer Schwärmer bald eine große Bedeutung erlangte. Der intereſſante, ſchöne, tiefgebildete Mann mußte ſelbſtredend auch auf Brei⸗ ten umſomehr Einfluß gewinnen und ſich deſſen Sym⸗ pathien erwerben, als er, fern von jeder Ueberſtürzung, ſich ſchon damals jenem Doktorinarismus näherte, welcher in ſeinen ſpäteren Schriften zu ſo großer Blüthe gedieh. Auch Braun, in welchem die Jugend, gleich jungem gährenden Weine, ſo leicht überſchäumte, ſah nur zu gern in Fröbel einen von Gott geſandten Apo⸗ ſtel jener Freiheit, von welcher er das Heil der Menſch⸗ heit erwartete. Der ihm innewohnende natürliche Enthuſiasmus, welcher ihm ja in dem Gedanken ſich einen Namen als Schriftſteller zu machen bis jetzt ſeine Laufbahn vorgezeichnet, hatte ihn die Sache eeiner Freiheit ergreifen, wir möchten ſagen, mit ganzer Seele umfaſſen laſſen, welche, wie es ihm ſchien, keine

Asceten wollte, ja mit dem Lebensgenuß, welchen ſeine