Teil eines Werkes 
1. Bd. (1873)
Entstehung
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nur den Hebel erblicken kann, deſſen ſich von jeher jede Reaction bediente, um den jungen Neubau zu erſchüttern.

Darin bin auch ich Ihrer Anſicht, entgegnete lebhaft Meſſenhauſer.Auch ich möchte ſolche Sätze nicht unterſchreiben und hoffe, daß Sie mich darin nicht mißverſtanden haben. Gott behüte uns bei des Unreife unſeres Volkes vor einer Republik der Art, mehr aber noch vor einer Pöbelherrſchaft! Die Un⸗ gleichartigkeit der Culturſtufen unſerer vielfachen, ſo in Sprache wie Sitte verſchiedenen Volksſtämme, müßte zur Anarchie, zum Kriege Aller gegen Alle führen, deſſen Ende nur in der Vernichtung alles Beſtehenden, in dem Chaos zu ſuchen wäre. Das aber zu bewah⸗ ren und auszubauen, was ſeit Kurzem Eigenthum des Volkes, das heißt der Geſammtheit geworden, halte ich für Pflicht jedes freiheitlichdenkenden Mannes!*)

Es war ſpät geworden; die Tiſche des beliebten Locales hatten ſich geleert, das Geſpräch hatte durch Meſſenhauſer's letzte Worte gleichſam einen Abſchluß gefunden.

Laſſen wir für heute die Politik, meinte nach einer Pauſe der ſtets heitere Braun.Gönnen wir dem Augenblicke ſein Recht. Habt Ihr ſchon das

*) Eigene Worte Meſſenhauſer's, des nach der Einnahme Wiens erſchoſſenen Anführers der Volksparthei. A. d. Verf.