Teil eines Werkes 
1. Bd. (1873)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Zeit die militäriſche Laufbahn quittirt. Man ſagte, wohl nicht ganz mit Unrecht, wegen ſeiner für einen Officier etwas zu vorgeſchrittenen politiſchen Haltung. Er lebte nun als Literat in der großen Reſidenz, fre⸗ quentirte fleißig die Vorleſungen der Univerſität und ſchloß ſich der damals ſchon etwas exaltirten Parhtei der Aula eng an. So mochte es ſich denn erklären, wenn man behaupten wollte, er beſchäftige ſich mehr mit Politik als mit den Muſen. Seine faſt gewitter⸗ ſchwülen Anſichten traten durch deren magiſche An⸗ ziehungskraft verlockend in die Kreiſe ſeiner Freunde und führten, ohne daß er es wollte, manchen ſeiner Bekannten auf Irrwege, welche eine ſchwere Sühne forderten.

Dies war der Mann, welcher beſtimmt war, eine ſo wichtige Rolle in dem kaum begonnenen Volks⸗ drama zu ſpielen und der auf Braun wie auf Breiten den unheilvollſten Einfluß ausüben ſollte.

Mit dem Eintritt des künftigen Volksführers drehte ſich das faſt harmloſe Geſpräch bald um ern⸗ ſtere Dinge und wandte ſich der Politik des Tages zu, welche damals immer mehr in den Vordergrund trat. Man tauſchte gegenſeitig Anſichten aus und Breiten ſelbſt, welcher mehr als ſein Freund allem Ueberſchwänglichen fern ſtand, fühlte ſich unwillkürlich