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Bärbchen das Hirtenmädchen : ein Seitenstück zu dem Jägermädchen / von Cramer
Entstehung
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redete die Alte ſie an was ſitzeſt Du muͤßig und ſchlaͤgſt die Haͤnde in den Schoos! Das Leben eines Menſchen iſt keine taube Nuß. Das Schwerd iſt gezuckt uͤber ſeinem Haupte ſie wollen ihn toͤdten Deinen Heinrich wol⸗ len ſie toͤdten dort fuͤhren ſie ihn her! Der Tambour wirbelt Eile! Eile! Das Mittel ihn zu retten iſt in deinen Haͤnden.

Hier machte die Geſtalt eine Bewegung mit der Hand, zeigte auf die Thuͤre und trat um ei⸗ nige Schritte ruͤckwaͤrts. Auf dem Standpunk⸗ te, den ſie zuvor gehabt hatte, ſtieg eine blaue Dampfwolke empor. Baͤröchen fuͤhlte ſich ihrer Feſſeln entledigt und ſtand von ihrem Platze auf⸗ der freundlichen Warnerin nachzurufen, aber die Geſtalt war verſchwunden.

Sie wollen ihn toͤdten? Meinen Hein⸗ rich wollen ſie toͤdten? wiederholte ſie zu ver⸗ ſchiedenen malenAber das Mittel, ihn zu retten, iſt in meinen Haͤnden. Wahr ge⸗ ſprochen, altes Muͤtterchen! Hier iſt es! An dieſem Finger trag ich 755 64 iſt das Bild ſeiner Mutter!

3Geduld, Heinrich! nur noch einen Au⸗

genblick. Ich komme! Ich komme!

rief ſie, kuͤßte und druckte den Ring, den ſie an

ihrem Finger trug, mit Innbrunſt an die bren⸗

nenden Lippen und war ſchon auf dem Punkt⸗ den